medizinisches

 

 

Jedes ärztliche Handeln in Diagnose und Therapie erreicht seine Vollständikgiet erst dann, wenn der Therapeut die Art und Weise des Umgangs des Patienten mit sich selbst  zu berücksichtigen weiß.

F. M. Alexander

 

 

Auf die medizisch-therapeutische Relevanz der Alexandertechnik hat ihr Begründer, F. M. Alexander, schon frühzeitig hingewiesen.

Seine ersten Veröffentlichungen reflektieren das Verhältnis von Haltung und Bewegung zu Atmung, Stimme und Atemwegserkrankungen. In seinen späteren Werken dienen Fallgeschichten vor allem der Illustration der Wirkungsweise des methodischen Vorgehens.

 

In der ersten Hälfte des 20sten Jahrhunderts genießt F. M. Alexander und seine Methode hohe Anerkennung und Förderung durch führende Vertreter in der britischen Ärzteschaft. Erste empirische Studien datieren aus den Jahren 1950 bis 1960 (Barlow, Jones; siehe Wissenschaft). Studien über die gezielte Anwendung der Alexandertechnik z. B. bei Parkinson, Stottern, in der Schmerztherapie oder zur Sturzprophylaxe bei Menschen im höheren Lebensalter bestätigen die Wirksamkeit der Methode bei gleichzeitig hoher Akzeptanz und Patientenzufriedenheit (Stallibrass et al. 2002,  Little et al. 2008)

 

Eine der Grundannahmen der Alexandertechnik geht davon aus, dass die Art und Weise des Umgangs mit sich selbst (use) im Besonderen für die Funktionsweise (function) des Organismus verantwortlich ist. Je nach Ursache einer Funktionsstörung liegt die Wirksamkeit der Alexandertechnik entweder mehr im Bereich der Vorbeugung (präventiv), im Bereich der Therapie (kurativ) oder mehr im Bereich der Linderung (palliativ). Darüber hinaus leistet die Alexandertechnik einen innovativen Beitrag zur Gesundheitsbildung und Gesundheitskultur.

 

Besondere Wirksamkeit zeigt die Alexandertechnik bei all jenen Beschwerden, Fehlfunktionen oder Erkrankungen, die aus ungünstigem Umgang des Klienten mit sich selbst resultieren.

 

Indikationen *:

 

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Störungen der Bewegungskoordination
  • Schmerzsyndrome
  • Stressbedingte Störungen
  • Atmung und Stimme
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Vegetative Dystonien und psychosomatische Beschwerden
  • Neurosen, Angstzustände, Depressionen
  • Chronische Leiden und irreversible Läsionen

 

Gegenanzeigen
  • Akute Krankheitsbilder mit organischen Manifestationen
  • Psychiatrische Krankheitsbilder im Akutstadium

 

* Die Fachgebiete und Indikationen, in denen die Alexandertechnik als leibvermitteltes Lernen besonders wirksam ist, sind diejenigen, in denen Erkrankung und Gesundung im engen Wechselwirken zur Art und Weise des Umgangs des Patienten mit sich selbst stehen.

AIH Alexander Institut Heidelberg Tel. (0049) 06221-22066
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UA-35916853-1